„Kein Platz für Gewalt“ steht auf der Bank, die wir am 8. März, dem internationalen Frauentag, gemeinsam mit dem Frauennetzwerk für Heiligenhaus, den Initiatorinnen der Aktion, und der Stadt Heiligenhaus enthüllt haben.
(v.l.n.r.) Ute Richter, Doris Budde-Haldenwang, Susan Küpper, Nadja Franke, Astrid Vieler, Gudrun Sieg-Küster, Alexandra Ruthmann, Anja Lothert Foto: Marc Ruthmann
Zahlreiche Gäste hatten sich zu der Aktion eingefunden und erlebten bei strahlendem Sonnenschein, wie in Heiligenhaus ein starkes Zeichen gegen Gewalt gesetzt wurde. Die Bank, die wir finanziert haben, ist mit einem Hinweisschild versehen, auf dem Kontaktdaten von Beratungs- und Hilfeeinrichtungen, z.B. die Nummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ 116 016, angegeben sind. Sie soll einen sicheren Anlauf- und Begegnungspunkt im öffentlichen Raum mit Rückhalt und Aussage bieten. Die orangene Bank ist nicht nur ein Hilfsangebot für Betroffene, sondern auch für Zeugen, die Gewalt in ihrem Umfeld bemerken, aber nicht wissen, wie sie damit umgehen oder an wen sie sich wenden sollen. Zwei weitere Bänke werden im Stadtgebiet noch aufgestellt.
Darüber sprechen
Wie notwendig Hilfen und Anlaufstellen gegen Gewalt sind, beweisen eindrucksvoll die Worte von Maren Orlik vom Frauennetzwerk für Heiligenhaus. Sie erzählte von ihrer Cousine, die im letzten Jahr an inneren Blutungen verstarb – unter dringendem Tatverdacht steht der Lebensgefährte, gegen den in der vergangenen Woche das Verfahren eröffnet wurde. Maren Orlik: „Das ist kein Thema, über das man tuscheln sollte – das ist ein Thema, über das man sprechen muss!“.
Gewalt hat viele Formen
„Wir machen uns stark dafür, dass Gewalt transparent gemacht wird. Gewalt bedeutet nicht nur Mord, es gibt auch psychische Gewalt, Gewalt im Seniorenheim, Gewalt an Behinderten, Gewalt im Internet“, betonte auch unsere Vizepräsidentin Astrid Vieler. Nach dem offiziellen Programm, das von Lutz Strenger musikalisch begleitet wurde, gab es noch genügend Zeit zum persönlichen Austausch. Bei Orangensaft und Mandarinen wurden viele Gespräche an der orangenen Bank geführt.